Die perfekte Präsentation

Das Wichtigste Know-How

 

Sich und eine Sache gut präsentieren zu können, nimmt heutzutage einen immer größeren Stellenwert ein.

Nicht nur in der Schule (z. B. beim Referat oder der Verteidigung der Facharbeit) wird man von Mitschülern und Lehrern streng unter die Lupe genommen.

 

Auch Unternehmen achten zunehmend darauf, wie man sich „verkauft“.

Im Assessment-Center großer Firmen beispielsweise wird stets eine kurze Selbstpräsentation gefordert. Ich möchte euch nun das allgemeine Know-How einer Präsentation etwas näher bringen.

 

Zuerst einmal ein kurzer Überblick über die Themen, auf die ich näher eingehen möchte:

 

  

Allgemeiner Ablauf:

 

Beginn:         

 

 

Hauptteil der Präsentation:

 

 

Schluss:

 

 

 

Nun zu speziellen Tipps:

  

  1. Fachwissen:

Ohne umfangreiches Wissen zu einem Thema wirkt man sofort unprofessionell. Daher ist es unerlässlich, sich sorgfältig mit der Thematik zu befassen.

 

Aber auch mit Fachbegriffen um sich zu werfen bringt nicht unbedingt Pluspunkte! Bei schwierigen Wörtern, die außer euch die wenigsten kennen, unbedingt (!) erklären! Besonders günstig wäre das in schriftlicher Form. (Z.B. ein Arbeitsblatt vorbereiten und an die Teilnehmer weitergeben)

  

  1. Zielsetzung nennen!

Es muss unbedingt klar sein, worauf du bei dem Thema hinaus willst. Einfach etwas daher Gefaseltes kommt nicht so gut an, das Ziel muss erkennbar sein und den Zuhörern wirklich etwas vermitteln!

 

  1. Anschaulichkeit

Um die Anschaulichkeit zu verbessern, ist der Einsatz von Computer, Videofilmen, Audioaufnahmen, Flipchart, Bildern, Plakaten und Ähnlichem mehr als erwünscht! Sie bilden einen wesentlichen Bewertungspunkt bei der Zensierung deiner Arbeit. Nur mit Text können die wenigsten Zuhörer etwas anfangen.

 

Tipp: Das Dargestellte muss GROß, leicht zu lesen, farbig und sauber gestaltet sein!

 

  1. Der zeitliche Ablauf

Ein extrem wichtiger Punkt bei einer Präsentation! Besonders bei größeren Gruppen (aber natürlich auch allein) muss alles genau abgesprochen sein. Denn es gilt: Je mehr Leute, desto komplizierter wird die ganze Sache! Also, alles unbedingt mehrmals üben, damit auch wirklich alles bei den Moderationsschritten klappt!

 

  1. Raumgestaltung

Was wirkt einladender, als ein liebevoll geschmücktes Zimmer, dessen Gestaltung optimal auf das zu präsentierende Thema abgestimmt wurde?

 

Die wenigsten fühlen sich ja in vier kalt wirkenden Wänden wohl. Zu der größeren Mehrheit derer zählt schließlich auch die Jury, die die ganze Präsentation zu bewerten hat. Und die Präsentanten/INNEN tun bekanntlich alles, um jene kritischen Beobachter gnädig zu stimmen.

 

Soll die Dekoration etwas aufwändiger werden, so kann man den Raum vielleicht schon einen Tag früher besuchen und alles vorbereiten. Ferner hat das den Vorteil, sich schon „heimisch“ und somit nicht so aufgeregt zu fühlen. Einfach zuvor nachfragen. Bei einer freundlichen Bitte wird bestimmt nicht nein gesagt.

 

  1. Planung des Unplanbaren

Klingt komisch, doch im Ernstfall gibt es da gar nichts mehr zu lachen.

 

Gemeint ist zum Beispiel der Ausfall des Beamers bei einer PowerPoint-Präsentation. Technik ist etwas Wunderbares, aber auf sie verlassen kann man sich trotzdem nicht immer. Daher unbedingt alle PP-Folien ausdrucken für den Ernstfall, um nicht mit leeren Händen dazustehen!!!

Es gab durchaus schon Gruppen, die eine perfekte Vorbereitung, dann aber Pech mit der Technik hatten und somit eine sehr schlechte Note bekamen.

 

 

Ein anderes Beispiel: Ein Mitstreiter, der vielleicht auch noch einen wichtigen Part innehatte, wurde überraschend krank. Wie wirkt sich das auf die Präsentation aus?

Es ist unabkömmlich, dass jeder den Text des anderen draufhat!

Dies kommt später auch bei evtl. Fragen zugute.

 

Wenn die Gruppe sich zum Beispiel das Thema Griechenland ausgesucht hat und ein Lehrer etwas über die Geschichte wissen möchte, muss auch derjenige antworten können, der sich mit Land und Leuten beschäftigte.

D. h. jeder muss über alles bescheid wissen!

  

  1. Outfit

 

Man sagt ja immer so schön, es komme auf die inneren Werte an. Das mag moralisch gesehen vollkommen richtig sein, doch bei einer seriösen Präsentation spielt die Kleidung eine entscheidende Rolle! Also an dem Tag eben mal die Jogginghosen im Schrank lassen und sich für ein etwas angemessenes Outfit entscheiden.

 

Ausnahmen gibt es immer: Eine möchte ich kurz etwas näher erklären. Beispiel:

 

Eine Gruppe spricht über den Schwarzwald. Nun, da wäre es schon passend, sich einen dieser roten Bollenhüte aufzusetzen. Das bringt sicher ein paar Pluspunkte!

 

Es kommt eben immer auf das zu präsentierende Thema an. Im Zweifelsfall einfach Freunde, Bekannte oder die Familie fragen. Irgendjemanden mit einem kleinen Gefühl für Mode wird es sicher geben!

  

  1. Füllwörter vermeiden!

 

„Ähm, nun ja, also…“ Hm, das macht nicht so einen guten Eindruck. Fließendes Sprechen kommt beim Zuhörer immer besser an, ist jedoch auch nicht ganz einfach. Aber auch dieses Problem kann man durch gute Vorbereitung auf das Thema unterbinden. Und übrigens: Ein oder zwei „Ähs“ stören sicher niemanden, also keine Panik!

  

  1. Fünf Minuten vor der Präsentation

 

Ist soweit alles vorbereitet und die Stunde der Wahrheit steht kurz bevor, ist man ganz sicher aufgeregt.

 

9.1. Atmung

 

In diesem Zustand neigt man zur falschen Atmung. Durch die Nervosität wird vermehrt in den Brustkorb geatmet. Dies bewirkt wiederum, dass wir nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Daraus schließend, wird das Gehirn nicht die Leistung bringen, für die es geschaffen ist.

 

Also: Unbedingt durch den Bauch atmen! Das entspannt und regt das Denken an!

 

 

Wie bei einer richtigen Präsentation, werde ich auch nun eine kurze Zusammenfassung geben.

 

 

·        Top Vorbereitung ist das A und O

 à   Fachwissen muss sicher und jederzeit abrufbar sein

 à Auf technische Pannen vorbereiten

 à Absprechen mit den Teamkollegen

 

·        Seriöse Kleidung

 

·        Den Faden nicht verlieren (nicht in Nebensächlichkeiten abschweifen)

 

·        Ruhige Atmung (Bauchatmen)

 

·        Stets höflich und freundlich sein

  

Das war jetzt eine ganze Menge Theorie auf einmal! Doch bei sorgfältigen Durchlesen und Beachtung der Ratschläge, dürfte einem erfolgreichen Auftritt wohl nichts mehr im Wege stehen.

 

Viel Glück!

 

Von: Tina Höch (15 Jahre),

stellv. Chefredakteurin

 

www.rainbowkids.de

 zurück